Editorial von

Rudolf leitner

Klimawandel auch für Planungen relevant

Der extrem heiße Sommer, wie wir ihn heuer im Juni erlebt haben, hat es ganz klar aufgezeigt: Die Überhitzung der Umwelt wirkt sich natürlich stark auf sämtliche Bauobjekte und deren Bauteile aus. Daher sind auch wir als Planer gefordert, dem entgegen zu wirken.

Im städtischen Bereich können die Objekte aus der Gründerzeit und die Wohnungen in den Dachgeschoßen nur bedingt mit baulichen Maßnahmen klimatechnisch – ohne Einsatz von mechanischen Kühlgeräten – aufgewertet werden.

Bei Neubauten hingegen muss schon in der Planung viel intensiver auf mögliche Überhitzungen reagiert werden. Sowohl die Bauform, aber auch die Materialwahl und die Beschattungen müssen diesbezüglich verbessert werden. Der Planer muss auch entsprechende Begrünungen der Innenhöfe und Dachterrassen unbedingt berücksichtigen. Auch vertikale Fassadenbegrünungen lindern die Überhitzung.

Überdies muss aber auch die Wasserversorgung – zum Beispiel durch Sammelbecken, die von Regenwasser gespeist  werden – gegeben sein.

Die Überhitzung der Umwelt wirkt sich natürlich stark auf sämtliche Bauobjekte und deren Bauteile aus. Daher sind auch wir als Planer gefordert, dem entgegen zu wirken.

TR BM Ing. Rudolf Leitner

Ein technischer Aufsatz in dieser Ausgabe befasst sich übrigens direkt mit der Hitzeproblematik: umgekehrte Dampfdiffusion auf der Innenseite von Mineralwolledämmung. S. 5

Weiters finden Sie in dieser Ausgabe Berichte über unsere Kooperation mit den Behörden der Stadtplanung und den mit der Planung verbundenen Behörden.

Aus den Planungsbüros sind diesmal einige technische Beiträge eingelangt sowie wie immer die Präsentationen diverser Bauvorhaben.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen, hoffentlich nicht mehr allzu heißen Sommer. Zur persönlichen Abkühlung werden Eistee und Eiswürfelwasserschüsseln empfohlen.

Ihr Rudolf Leitner